23. und 24. März 2021

Über den Kongress:

Für “Lessons learned” ist es noch viel zu früh, doch wird nach einem Jahr Pandemie klar: Der Katastrophenschutz muss wesentlich umfassender gedacht werden. Neben den klassischen Katastrophenschutzorganisationen wie Feuerwehr, dem Technischen Hilfswerk (THW) und Rettungsdiensten müssen weitere Akteure einbezogen werden. Neben den klassischen Akteuren im Katastrophenschutz spielen unter anderem der Öffentliche Gesundheitsdienst, Veterinäre, kommunale Ordnungsdienste, Abwasserexperten, Schulbehörden und viele mehr eine wichtige Rolle. So ist der Öffentliche Gesundheitsdienst wahrscheinlich so gefordert wie noch nie und konnte einen wesentlichen Beitrag zu den Eindämmungsmaßnahmen durch Kontaktnachverfolgung leisten. Davon ist man jedoch mittlerweile weit entfernt. Es fehlt an Personal und an digitalen Prozessen. Aber auch andere Akteuere können neue Impulse liefern. So können Abwasserexperten für die frühzeitige Erkennung von Hotspots durch Abwasseranalysen durchführen. Ebenso führt die Pandemie vor Augen, dass der Katastrophenschutz zunehmend auch grenzüberschreitend gedacht werden muss und die Bewältigung nur im Verbund geschehen kann. Doch dazu fehlt es an einer durchgängigen digitalen Plattform für alle Behörden. Die aktuelle Krise zeigt auch, dass der Resilienz mehr Bedeutung zukommen muss. Doch nicht etwa nur durch Trinkwasservorräte und Spirituskocher, sondern durch Stärkung der Strukturen im staatlichen und kommunalen Sektor. Belastbarkeit, Digitalisierung und Krisenstabstraining in Sachen Kreativität, nicht die für ewig formulierten und abgehefteten Notfallpläne.
Der zukünftige Katastrophenschutz muss also völlig neu und umfangreicher gedacht werden. Der Gesprächsbedarf in der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr ist groß. Mit dem „Digitalen Katastrophenschutzkongress“ hebt der Behörden Spiegel die Diskussionen ins Digitale. Auf diesem Kongress werden die aktuellen und drängenden Themen der Community angestoßen und diskutiert. Natürlich sind Mobilität, Kommunikation und Selbstschutz auch Themen auf dem Kongress.

Kongress als Online-Event

Am 23. und 24. März 2021 findet erstmalig der „Digitale Katastrophenschutz-Kongress“ statt. Aufgrund der Corona-Pandemie und dem aktuellen Infektionsgeschehen ist die Ausrichtung eines digitalen Katastrophenschutz-Kongresses notwendig geworden, um die umfangreichen Entwicklungen und Herausforderungen in Bevölkerungs- und Katastrophenschutz zu diskutieren. Der Kongress wird komplett als Web-Konferenz ausgerichtet.

Plattform-Charakter

Auch im digitalen Format wird eine Plattform zum Netzwerken und Austausch geboten. So haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Rahmen des Online-Events die Möglichkeit über verschiedene Tools, sich in die vielfältigen Diskussionen einzubringen, untereinander zu vernetzen und sich in der virtuellen Ausstellung über verschiedene Produkte und Dienstleistungen zu informieren.

Datenschutzkonform

Der Behörden Spiegel bietet auf seiner Plattform bisher über 100 Formate digital an. Über 130.000 User haben die Formate bisher genutzt. Zudem wird 100 Prozent nach der Europäischen Datenschutzgrundverordnung gearbeitet.

Themen

  • Forschungsprojekte im Katastrophenschutz (Sicherheitsforschung)
  • Innovative Technologien im Brandschutz
  • KI im Bevölkerungsschutz
  • Zivil-militärische Zusammenarbeit
  • Persönliche Schutzausrüstung
  • IT-Sicherheit bei Kritischen Infrastrukturen (KRITIS)
  • Zukunft der Kritischen Kommunikation

Zielgruppen

  • Politik
  • Wissenschaft
  • Betreiber von Kritischen Infrastrukturen (KRITIS)
  • Feuerwehren
  • Hilfsorganisationen
  • Katastrophenschutzbehörden
  • Kommunen
  • Öffentliche Gesundheitsdienst

Konferenz-Programm

23. März 2021

09:00 Begrüßung und Einführung in die Themen des Kongresses

Uwe Proll, Herausgeber und Chefredakteur, Behörden Spiegel

09:10 Grußwort

Stephan Mayer, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat

09:20 Vortrag

Prof. Dr. Wolf-Dieter Lukas, Staatssekretär, Bundesministerium für Bildung und Forschung anschließend Q&A mit Uwe Proll, Herausgeber und Chefredakteur, Behörden Spiegel

09:45 Vortrag

Staatsrat Norman Gobbi, Präsident der Regierungskonferenz für Militär, Zivilschutz und Feuerwehr (RK MZF)

10:00 Vortrag

Dr. Thomas Herzog, Vizepräsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe
10:15 Pause / Besuch der digitalen Ausstellung / Networking im virtuellen Raum
12:00 Pause / Besuch der digitalen Ausstellung / Networking im virtuellen Raum

13:00 Nationale Pandemievorhaltung - Bausteine für flexible Reaktion

Björn Stahlhut, Komm. Teamleiter Gesundheitlicher Bevölkerungsschutz, Deutsches Rotes Kreuz

13:15 Impforganisation in Deutschland

Moderation: Dr. Johannes Richert, Stellvertreter des Generalsekretärs und Bereichsleiter Nationale Hilfsgesellschaft, Deutsches Rotes Kreuz

  • Dipl.-Med. Ingrid Dänschel, Fachärztin für Allgemeinmedizin und Mitglied des Bundesvorstands des Deutschen Hausärzteverbands
  • Gabriele Hörl, Leiterin Abteilung 3, Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege
  • Heiko Rottmann-Großner, Unterabteilungsleiter 61 “Gesundheitssicherheit” im Bundesministerium der Gesundheit

24. März 2021

09:00 Begrüßung und Einführung in das Programm

Rainer Schwierczinski, Vizepräsident a.D., Bundesanstalt Technisches Hilfswerk

09:10 Rolle des THW in der Pandemie

Sabine Lackner, Vizepräsidentin, Bundesanstalt Technisches Hilfswerks

09:30 Unterstützung durch die Bundeswehr bei der Bekämpfung der Pandemie

Generalmajor Carsten Breuer, Kommandeur, Kommando Territoriale Aufgaben der Bundeswehr

09:50 Chancen und Herausforderungen für Einsatzleitzentralen in der Nutzung sicherheitskritischer Breitbandkommunikation

Charlotte Roesener, New Business Development Manager, Frequentis AG
Markus Seifter, Domain Sales Manager Public Safety, Frequentis AG

10:05 Digitalisierung: Chancen und Herausforderungen für die Feuerwehr

Jochen Stein, Leitender Städtischer Branddirektor Bonn und Vorsitzender AGBF bund
10:25 Pause / Besuch der digitalen Ausstellung / Networking im virtuellen Raum
12:00 Pause / Besuch der digitalen Ausstellung / Networking im virtuellen Raum

12:40 Gespräch mit Stephan Manke, Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Inneres und Sport

  • Stephan Manke, Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Inneres und Sport Staatssekretär des Niedersächsischen Ministeriums für Inneres und Sport und Uwe Proll, Herausgeber und Chefredakteur, Behörden Spiegel

13:00 Diskussionsrunde: Digitale Informations- und Steuerungsplattform während der Krise

Moderation: Uwe Proll, Herausgeber und Chefredakteur, Behörden Spiegel

  • Dr. Kay Ruge, Stellvertreter des Hauptgeschäftsführers, Deutscher Landkreistag
  • Prof. Dr. med. Dipl.-Ing. Sylvia Thun, Professorin für Informations- und Kommunikationstechnologien, Direktorin Competence Center eHealth, Hochschule Niederrhein

14:00 Zusammenfassung des Kongresses

Christoph Flury, Vizedirektor des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz, Schweiz

Digitalisierung: Herausforderungen, Chancen und Praxisbeispiele

Moderation: Dr. Hans-Walter Borries, stellv. Vorstandsvorsitzender BSKI e. V. Dirk Aschenbrenner, Direktor der Feuerwehr Dortmund, Vorstandsvorsitzender DRZ und Präsident der vfdb Dr. Stephan Heuer, Geschäftsführer, VOMATEC Innovations GmbH Benjamin Kreiskott, Gründer von DIVERA 24/7

KI in der Pandemiebekämpfung

Moderation: Heinz-Dieter Meier, Direktor, Bundespolizei a.D. Dr. des. Maximilian Th. L. Rückert, Referatsleiter Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und Gesundheitswesen der Akademie für Politik und Zeitgeschehen, Hanns-Seidel-Stiftung Prof. Dr. Oliver Kramer, Head of Computational Intelligence Lab, Carl v. Ossietzky University of Oldenburg Aleksander Stojanovic, AVA Information Systems GmbH Stephan Gillich , Director AI GTM, Intel

Zukunft der Kritischen Kommunikation: Hybride Infrastrukturen

Moderation: Dr. Barbara Held, Behörden Spiegel Dr. Jens Specht, Business Development Global Government, Inmarsat Thomas Scholle, Abteilungsleiter Strategie und Steuerung sowie kommissarischer Abteilungsleiter Konzeption und Entwicklung, Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben

VOST: Die Zukunft der digitalen Einsatzunterstützung

Moderation: Danielle Schippers, Virtual Operations Support Team (VOST) der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk Ramian Fathi, Leiter Virtual Operations Support Team (VOST) der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk Prof. Dr.-Ing. Frank Fiedrich, Lehrstuhl für Bevölkerungsschutz, Katastrophenhilfe und Objektsicherheit, Universität Wuppertal

Moderne und sichere Ausrüstung für den Einsatz

Moderation: Bennet Klawon, Behörden Spiegel Michael Fertig, Senior Account Manager New Markets – DACH, Zebra Technologies Germany GmbH Klaus-Dieter Kühn, Bundesvorsitzender des Verbandes der Arbeitsgemeinschaften der Helfer in den Regieeinheiten/-einrichtungen des Katastrophenschutzes in der Bundesrepublik Deutschland (ARKAT) e. V

Forschung für die zivile Sicherheit: Neue Ansätze zur Pandemiebewältigung

Moderation: Dr. Sandra Muhle, VDI Technologiezentrum GmbH Claudia Karl, M.Sc., Malteser Rettungsdienst gemeinnützige GmbH Uwe Kippnich, Bayerisches Rotes Kreuz Prof. Dr. Thomas Schmitt-John, Plasmatreat GmbH

Krise bewältigen – Warnen und Alarmieren

Moderation: Bennet Klawon, Behörden Spiegel Christoph Groneberg, Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) Eske Ofner, Head of Sales, F24 Ulrich Oppermann, Sales Director, PASS-Medientechnik

IT-Security in der Infektionsschutzlage

Moderation: Holger Berens, Studiengangsleiter Compliance und Corporate Security, Rheinische Fachhochschule Köln gGmbH, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes für den Schutz Kritischer Infrastrukturen e.V. (BSKI) Stefan Bächer, Diplom Ingenieur, Cyber Security Consultant und Gründer von digitalDefense Miriam Schnürer, Leiterin den BSKI Nord Hub

Medizinische Versorgung als Kritische Infrastruktur

Moderation: Oberstarzt a.D. Ulrich Grüneisen, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Katastrophenmedizin e.V. Dr. Ute Teichert, Direktorin der Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen in Düsseldorf, Vorsitzende des Bundesverbandes der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes e.V. Dr. Rainer Löb, Bundesarzt des Malteser Hilfsdienstes, Chefarzt der St. Barbara-Kliniken Hamm Dr. med. Katja Scholtes, Leitende Ärztin Stabsstelle Krankenhausalarm- und Einsatzplanung und Krisenmanagement, Kliniken der Stadt Köln gGmbH, Vorstandsvorsitzende der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Krankenhauseinsatzplanung (DAKEP) e.V.

Drohnen im Einsatz: Erfahrungen und Potenziale

Moderation: Peter-Michael Kessow, Präsident, DLRG Landesverband Berlin e.V Dirk Aschenbrenner, Direktor der Feuerwehr Dortmund, Vorstandsvorsitzender DRZ und Präsident der vfdb Dr. Christina Eisenberg, Netzwerkmanagerin GRW-Netzwerk CURPAS, Curpas e.V. Alexander Kille, Projektleiter Drohnen des Bundesverbandes der DLRG Prof. Dr. Uwe Här, Professur Quantitative Methoden | Institut für Operations Research & Statistik, NBS Northern Business School

Aus der Forschung in den Einsatz – Forschungsbeiträge des DLR zum Katastrophenschutz

Moderation: Heinz-Dieter Meier, Direktor, Bundespolizei a.D. Dr. Julia Gonschorek, Leiterin des Helmholtz Innovation Lab OPTSAL am DLR-Institut für Optische Sensorsysteme Dr. Martin Hellmann , Programmkoordination Sicherheitsforschung, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) Dr. Konstanze Lechner, stellvertretende Leiterin des Zentrums für Satellitengestützte Kriseninformation (ZKI), Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR)

 

Steven Bayer, I.S.A.R. Germany Robert Schröder, THW Oliver Tittmann, Leiter Berufsfeuerwehr Duisburg Dr. Dirk Zimper, Programmkoordinator Sicherheitsforschung, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR)

*Referent/-in angefragt

Teilnehmergebühren

Kostenfrei

Vertreter der Freiwilligen Feuerwehr oder als ehrenamtlich Tätiger einer Hilfs- / Bevölkerungsschutzorganisation können gebührenfrei teilnehmen (ein Nachweis der Mitgliedschaft ist erforderlich und muss der Anmeldung beigelegt werden).

Reduzierte Gebühr

Für Vertreter der öffentlichen Verwaltung entstehen mit der Anmeldung Kongressgebühren von 29,- Euro (zzgl. MwSt.).

Normale Gebühr

Für Vertreter der Industrie entstehen mit der Anmeldung Kongressgebühren von 99,- Euro (zzgl. MwSt.).

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