BOS Anwenderforum

“Zukunft des BOS-Digitalfunks und der Leitstellen”

Der BOS-Digitalfunk garantiert den BOS eine hochverfügbare und abhörsichere mobile Sprachkommunikation zur Durchführung ihrer Aufgaben. Er wird von den BOS in allen Ländern im täglichen Einsatz genutzt und hat seine Bewährungsprobe auch bei Großeinsätzen und außergewöhnlichen Lagen bestanden. Dennoch ist es ein Gebot der Zeit, sich mit der Zukunft des Digitalfunks zu befassen. Für eine zeitgemäße und effektive Arbeit der Sicherheitsbehörden ist die Möglichkeit der Übertragung von Daten, Bildern und Videos über Funk essentiell. In nahezu allen europäischen Ländern befinden sich Breitbandprojekte für die Sicherheitsbehörden auf der Basis des Mobilfunkstandards LTE bzw. 5G in der Diskussions-, Experimentier-, Planungs- oder bereits in der Umsetzungsphase. Die englischen Blaulicht-Behörden wagen den größten Sprung. Sie verabschieden sich von der TETRA-Welt und wollen ihre Funkkommunikation ab 2020 über ein die Sprache und Daten integrierendes Netz auf der Basis der LTE-Technologie (4G) abwickeln. In den anderen europäischen Ländern werden zunächst die auf TETRA und TETRAPOL basierenden Digitalfunksysteme im Rahmen des Technologiewandels auf IP umgestellt und erneuert, um ihre Nutzung für die nächsten zehn Jahre sicherzustellen und für deren nachhaltige Werterhaltung zu sorgen. Mobile Breitbandkommunikation wird zunächst ergänzend zu den digitalen Sprachnetzen realisiert. So soll und wird es auch in Deutschland geschehen.

Programm 27. Juni 2018

09:00 Begrüßung und Eröffnung des BOS-Anwenderforums, Gerd Lehmann, Behörden Spiegel

09:10 Roadmap der von der IMK eingesetzten Arbeitsgruppe Breitband, Dr. Gerald Bedürftig, Leiter der AG Breitband, Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BDBOS)

09:40 Programmpartner

10:10 Zukunft des Schweizer Sicherheitsfunknetzes Polycom, Daniel Rupp, Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS), Bern

10:40 Programmpartner

11:10 Kaffeepause

11:40 Herausforderung und Chancen der Digitalisierung für Leitstellen und Feuerwehren, Dipl.-Chem. Claus Lange, Direktor der Berufsfeuerwehr Hannover und Vorsitzender des Fachausschusses Leitstellen und Digitalisierung der deutschen Feuerwehren

12:10 Programmpartner

12:40 Mittagspause

13:40 Programmpartner

14:00 Umsetzung von Forschungsergebnisse in den Alltagsbetrieb der Feuerwehr, Ansgar Stening, Abteilungsleiter Einsatzplanung und -lenkungen, Gefahrenabwehr, Bevölkerungsschutz, Forschung, Berufsfeuerwehr Gelsenkirchen

14:30 Programmpartner

14:50 Notfallmanagement in der Social Media Generation (EmerGent-Projekt), Stefan Grobelny, Institut für Feuerwehr- und Rettungstechnologie der Feuerwehr Dortmund

15:20 Zusammenfassung

15:30 Ende der Veranstaltung

Moderation der Veranstaltung: Gerd Lehmann, Behörden Spiegel

*Referent angefragt