Pressestimmen zum Europäischen Katastrophenschutzkongress 2017

Über den 13. Europäischen Katastrophenschutzkongress wurde in den Medien berichtet – so etwa bei DPA, Märkischer Oder Zeitung und Pro Sieben/SAT 1 (Foto: Verena N. / pixelio.de).

Ob internationaler Terrorismus, Erdbeben oder durch den Klimawandel bedingte Dürreperioden – wir leben in einer von Turbulenzen geprägten Zeit. Um das Wohl der Bevölkerung schützen zu können, müssten der Staat und seine Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) wehrhafter und vor allem resilienter werden. Darin waren sich nahezu alle Experten des diesjährigen Europäischen Katastrophenschutzkongresses des Behörden Spiegel in Berlin einig. Und auch die Medien schenkten der zweitägigen Veranstaltung mit rund 400 Teilnehmern ihre Aufmerksamkeit.

Der Chefredakteur des Behörden Spiegel, R. Uwe Proll, stand Pressevertretern über die Situation des Katastrophenschutzes in Deutschland und Europa kurz vor dem Kongress Rede und Antwort. Besonders ausführlich war das Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur, aus dem ein ausführlicher und von zahlreichen Medien aufgegriffener Vorbericht resultierte. Darin machte Proll unter anderem deutlich, dass es durch die verschärfte Terrorlage zu Verunsicherungen bei Angehörigen der Feuerwehr und der Rettungsdienste gekommen sei. Anschläge wie auf den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz durch Anis Amri seien nicht spurlos an den Rettungskräften vorübergegangen: „Die Frage, wie man die eigenen Kräfte schonen und vorbereiten kann – das bringt viel Unsicherheit in die eigenen Reihen.“

Keine Schutzräume für die Bevölkerung

Zudem konstatierte Proll, dass der Zivilschutz in Deutschland Mängel aufweise: „Es gibt keine Schutzräume mehr für die Bevölkerung.“ Außerdem mangele es bei vielen Bundesbürgern an einer ausreichenden Bevorratung von Grundnahrungsmitteln. Des Weiteren fehle es an einem flächendeckenden Warnsystem der Bevölkerung. Darüber hinaus sei die Ausrüstung der Rettungskräfte für den Anti-Terror-Einsatz nicht geeignet, da das Personal von Feuerwehr und Rettungsdienste nicht über schusssichere Helme und Westen verfüge, bemängelte der Behörden Spiegel-Chefredakteur.

Wie man die Einsatzkräfte bei terroristischen Attentaten besser schützen könne, zeigten vor allem Länder wie Frankreich. Dort gebe es bei der Spezialeinheit RAID bewaffnete Mediziner, die sich mit ihren Kollegen direkt an den Gefahrenort begeben würden.