Katastrophenmanagement muss überdacht werden

Sieht Probleme bei Vorbereitung auf Katastrophen: Dr. Johannes Richert. (Foto: Tom Maelsa, DRK)

Deutschland ist auf tatsächliche Katastrophen nicht vorbereitet, sagt Dr. Johannes Richert, Stellvertreter des Generalsekretärs des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Die gesamte Organisation des Bevölkerungs- und Katastrophenschutzes sei lokal ausgerichtet und gehe von wachsenden Ereignissen aus, die mit verschiedenen Modulen bewältigt werden können. Doch die Anforderungen ändern sich. Die größte Katastrophe nach der Anzahl der Notrufe war das Hochwasser 2013. Im Einsatz waren neun Prozent aller vorhandenen Kräfte. Wir brauchen nicht mehr Einheiten, aber wir müssen über das Management der Einheiten nachdenken, zieht Richert sein Fazit. Vor allem bei der Bewältigung von Massen seien die Organisationen überfordert.