Gemeinsames KRITIS-Lagezentrum gefordert

Der Staatssekretär in der Berliner Senatsinnenverwaltung, Torsten Akmann, plädierte für die Schaffung eines gemeinsamen bundesweiten KRITIS-Lagezentrums. (Foto: BS/Giessen)

Torsten Akmann, Staatssekretär in der Berliner Senatsverwaltung für Inneres und Sport, will ein gemeinsames bundesweites Lagezentrum einrichten. Dieses solle sich insbesondere um den Bereich der Kritischen Infrastrukturen (KRITIS) kümmern, verlangte Akmann zur Eröffnung des diesjährigen Europäischen Katastrophenschutzkongresses des Behörden Spiegel in der Bundeshauptstadt.

In dem Zentrum sollten seiner Vorstellung nach der Bund, die Länder, die KRITIS-Betreiber, die Hilfsorganisationen und andere wichtige Stakeholder aus dem Katastrophen- und Zivilschutz vertreten sein. Als Dienstsitz schlägt Akmann Berlin vor, weil hier auch die Bundesregierung sitze.

Bevölkerung soll Resilienzfähigkeiten ausbauen

Zudem forderte der Staatssekretär sowohl von den Bürgern als auch von den KRITIS-Betreibern eine Erhöhung ihrer Resilienzfähigkeiten. In diesem Zusammenhang unterstrich Akmann: „An einer privaten Notfallvorsorge neben der staatlichen Daseinsvorsorge führt kein Weg vorbei.“ Diese Notwendigkeit gelte für das gesamte Bundesgebiet und sowohl für den Katastrophen- als auch für den Bevölkerungsschutz. Zugleich räumte er jedoch auch ein, dass die Selbsthilfefähigkeiten der Bevölkerung noch ausbaufähig seien. Hier könnte eine Behandlung von Krisenvorsorgethemen bereits in der Schule hilfreich sein, befand Akmann.

Und der Staatssekretär konstatierte angesichts zunehmend hybrider werdender Bedrohungen vor rund 400 Kongressteilnehmern: „Die Trennung zwischen Bevölkerungs- und Zivilschutz ist heutzutage nur noch juristischer Natur.“